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Psychotherapie


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Demenz

Was ist eine Demenz?

Bei der Demenz handelt es sich um eine Erkrankung des Gehirns, die zu Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit führt. Kennzeichnend ist dabei, dass vor allem das Gedächtnis, insbesondere das Kurzzeitgedächtnis, betroffen ist. Darüber hinaus kann aber auch das Denkvermögen, die Sprache, Motorik usw. betroffen sein. Die Erkrankung ist fortschreitend, so dass die Beeinträchtigungen der geistigen Fähigkeiten im Krankheitsverlauf zunehmen. Die Demenzerkrankten sind durch den Abbau ihrer geistigen Fähigkeiten zunehmend in der Bewältigung ihres Alltages eingeschränkt. Die Demenz ist eine Krankheit, die fast ausschließlich im höheren Lebensalter auftritt. Es gibt verschiedene Formen der Demenz, die bekannteste und auch häufigste ist die Alzheimer-Krankheit. Im Anfangsstadium der Demenz treten häufig Symptome auf, die zunächst eine Depression vermuten lassen.

 

Fallbeispiel

Herr und Frau M. sind seit vierzig Jahren verheiratet. Frau M. war seit der Geburt der Kinder als Hausfrau tätig, Herr M. ist bereits seit sechs Jahren im Ruhestand. Seit einiger Zeit bemerkt Herr M. einige Veränderungen an seiner Frau. Zunächst fällt ihm eine leichte Antriebslosigkeit an seiner Frau auf. Sie beginnt sich immer öfter von Unternehmungen mit befreundeten Paaren zurückzuziehen. Einige Zeit später bemerkt er, dass sie gelegentlich Probleme im Haushalt hat. Sie findet z.B. bestimmte, nicht so häufig gebrauchte Küchenutensilien nicht sofort und vergisst ihrem Mann von Telefonanrufen zu berichten. Auch ihre persönliche Erscheinung verändert sich. Sie vernachlässigt ihre sonst so gepflegte Erscheinung, schminkt sich nicht mehr und beginnt auch, die Körperhygiene zu vernachlässigen. Auch auf den Zustand ihrer Kleidung legt sie weniger Wert, so dass sie verschmutzte Kleidungsstücke am nächsten Tag wieder anzieht. In Gesprächen bemerkt Herr M., dass seine Frau gelegentlich Gedächtnisschwierigkeiten hat. Sie kann sich öfter nicht an Dinge erinnern, die sie vor kurzem besprochen haben.